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SPATZIERGANG IN DER EINSIEDELEI DES PALE

 

Die Umgebung von Pale

Auf halber Höhe des Tals des Altolina, befindet sich die Ortschaft Pale. Schon in der vorrömischen Zeit gab es hier ein Straßennetz, das den Konsul Caio Flaminio im Jahre 223 v. C. sehr interessierte. Er umriss dieses Netz von der Ortschaft Vescia, über die Hügel hinweg bis nach Belfiore, folgte über die Brücke des Altolina, bis Pale und reichte bis Plestina. Später wurde die Straße,  nach dem Entwurfe von Sempronio, verändert und verlängert, so daß sie in die Richtung Nocera ging. Die vorherige Straße wurde nicht mehr benutzt und erhielt den Namen Via Plestina. Noch heute findet man in der Gegend zwischen Vescia und Pale, zahlreiche Reste römischer Wasserleitungen.

Als 1273 die Mönche von Sassovivo, durch Schenkungen, die Eigentümer wurden, nutzten sie das Wasser des Fußes Menotre um Wassermühlen zu bauen, die sie für Weizen Öl und Fabriken nutzten.

Interessant zu wissen, daß in der Papierfabrik die erste Edition der Divina Commedia gedruckt wurde.

Im XV wurde die Familie Trinci Eigentümer der Papierfabrik von Pale. Ihre Großzügigkeit wurde darin bewiesen, das sie, mit Hilfe der Gemeinde Folignos, dem selige Angelo della Marca,  ein Ries Papier schenkte, um Ihre Anerkennung zu zeigen, denn der Selige kam 1463 in die Stadt um zu helfen die internen Probleme zu lösen. 1673 erkannte Papst Clemente XIV öffentlich die Unabhängigkeit der Papierhersteller  an, was der Wirtschaft der Gegend sehr zu Gute kam. Die Entwicklung war so konstant, daß es 1810 schon 16 Papierfabriken gab.

 

Der Fluss und die Wasserfälle

Der Fluss Menotre hat seine Quelle an den gleichnamigen Mühlen der Gemeinde von Sellano. In der Nähe von Rasiglia kommen einige andere Quellen hinzu, so daß seine Größe sichtbar zunimmt.

In der Höhe von Pale, teilt er sich in drei Arme und fällt 200 m tief, in das Tal. Das Wasser ist die Ursache des karstischen Geländes und hat die Grotten von Pale verursacht. Seit dem XIII Jahrhundert nennt man sie die “Grotte dell’Abbadessa”. Die Erste namens “Camera del Laghetto”. Hat eine runde Form und von der Kuppel hängen Stalaktiten und Stalagmiten.

Den unterirdischen Gängen folgend, kommt man an die “Camera delle colonne a terra”, wo die Stalagmiten an den Umriss einer kleinen Löwin erinnern.

Der Menoter fließt dann in den Fluß Topino.

 

Die Burg

Die Burg von Pale wurde 1422 für Verteidigungszwecke erbaut. Sie ersetzte die von Ugolino VIII dei Trinci Verteidigungsburg. Von großer Bedeutung ist die Kirche, die den heiligen Biagio und Margherita geweiht und schon 1113 bekannt war. Im Inneren befinden sich Gemälde von Felice Damiani da Gubbio.

Die Holzbild der Madonna mit dem Kind kommt aus der Einsiedelung der Santa Maria di Giacobbe und stammt aus dem XIV Jahrhundert. Das Altarbild zeigt Santa Maria di Giacobbe von 1507 und ist von Lattanzio, Sohn des Nicolò di Liberatore  auch Alunno genannt.

 

Die Heiligenstätte der Santa Maria di Giacobbe

Im Western von Pale steigt eine kleine Straße an, die in die Einsiedelung von Santa Maria di Giacobbe führt. Sie wurde um 1200 erbaut um “Maria Jacobi” anzubeten. Die Sage erzählt das sie, nachdem sie die Passion Christi erlebte, sich hier für die Buße niederließ. Auch heute noch erleben wir Bußgänge der Menschen. Einen im Mai zu Ehren der Heiligen und Einen am tag der Himmelfahrt. Zur Säuberung, bevor man an die Heiligenstätte kommt, geht man den Weg barfuss oder den Wasserlauf überquerend.

Vor Beginn des Bußgangs, stellen die Büßer eine Fuß in einen Fußabdruck der sich im Felsen befindet, von dem man glaubt, daß er von der Heiligen stammt, wie auch die Krümmungen, an der man sie festhalten kann.  

Die Kirche wurde 1712 restauriert, die Fresken stammen von einem Künstler, der aus einer Schule aus Siena stammt. Das Gewölbe ist aus dem Felsen gehauen. Die ältesten Fresken werden um 1200 – 1300 geschätzt und zeigen  S. Maria di Giacobbe, Santa Lucia und die Madonna in trono.

Bis 1963 wurde die Heiligenstätte von einem Eremit bewacht und war ein Treffpunkt für die Anwohner.

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

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